
Nach der ernsten Thematik des letzten Stückes wendet sich das Arme Kreative Theater der Bearbeitung eines sehr bekannten Klassikers zu: Eugène Ionesco, einer der bekanntesten Vertreter des „Absurden Theaters“ hat Shakespeares Tragödie „Macbeth“, die vom Aufstieg des königlichen Heerführers zum König von Schottland, seinem Wandel zum Königsmörder und seinem Fall handelt, in ein phantastisch-kasperlehaftes Spektakel verändert. Seine absurd-komische Geschichte von Ehrgeiz, Korruption, Feigheit und Übertreibung ist eine tragische Farce, die die menschliche Torheit in ihrer wildesten Ausprägung zeigt.
Diese Mischung von Königsdrama, Clownerie und schwankhaftem Schauerstück mit lebenden Puppen inspiriert das Ensemble des Armen Kreativen Theaters in besonderer Weise. In den vergangenen dreißig Jahren führte AKT immer wieder Komödien mit ernstem Hintergrund auf. Ionescos Tragikomödie passt ausgezeichnet in die heutige Zeit, denn, wie der Autor schon 1972 bemerkte, geht es in seinem Stück „um das Problem der Macht, des Ehrgeizes und der bösen Aktion“ und die Erkenntnis, dass „die Ereignisse den Menschen beherrschen und nicht der Mensch die Ereignisse.“
Termine: Samstag, 2. Mai, Freitag, 8. Mai und Samstag, 9. Mai 2026, jeweils 20:00 Uhr, Forum Alte Post